
Die Gruppe ungleicher Individuen beschloss nach kurzer Diskussion sie brauchten ein Schiff und der beste Ort um einen ähnlich Verrückten wie sie es selbst waren zu treffen, war eine der vielen Kneipen im Seemannsmarkt. Auf dem Weg zu diesem Ort erklärte Narek dem nicht heimischem Wahkan in ein paar kurzen Sätzen wie dieser Ort entstanden war, eine beinahe schon rechtlose Zone zwischen altem und neuem Hafen welchen selbst die Lederkutten in kleiner Anzahl mieden. Ein Labyrinth an Gängen, Häusern und alten Schiffswracks die über die Jahre aufeinander, aneinander und untereinander gestapelt worden waren. Ein Ort an dem man fast alles erhalten konnte sofern man die passenden Münzen hatte und sofern man die richtige Überzeugungskraft hatte, würde man sogar das Gesuchte erhalten und keine Fälschung oder ein Messer im Rücken.
Im Seemannsmarkt selbst führte Wahkan die Gruppe, durch seine pure Masse bahnte er einen Weg für seine Kumpanen und doch fühlte sich der Taure wie ein Mammut im Porzellanladen, jeder Schritt musste geplant sein, jede Kopfbewegung gezielt um nicht an einem Sparren mit den Hörnern hängen zu bleiben und gleichzeitig versuchte er natürlich noch seine Habseligkeiten zu schützen, da sowohl Lunella als auch Narek vor Taschendieben gewarnt hatten. Doch mit einem solchem Diebesversuch über seinem eigenen Kopf hatte der Taure nicht gerechnet, ein Bestienwandler Teenager in einer Art Affenform nutzte die Sparren über dem Tauren aus um einen Versuch zu wagen das Didgeridoo von Wahkans Rücken zu lösen, doch eine Warnung von Lunella reichte um dies zu unterbinden und wenn die junge Frau nicht gewesen wäre, so hätte er dem frechen Jungen vermutlich seinen Affenschwanz hier an Ort und Stelle vom Körper gerissen aber stattdessen liess er das beinahe schon weinerlich quickende Kind davon kommen.
Nach einer Weile des weiteren Trabes durch diesen Markt kamen sie laut Narek an einer Taverne an, es muss früher Teil eines imposanten Schiffes gewesen sein bevor es hier zweckentfremdet wurde, doch die ungleiche Gruppe wurde von den zwei bewaffneten Orktürstehern hineingelassen und wäre die raue, auf orkisch gesprochene, Bemerkung das die Gruppe wie leichte Beute aussah nicht gewesen, hätte man sich sogar wohlfühlen können. Im Inneren sah es aus, wie sich der Taure ein Schiff vorstellte nur natürlich alles irgendwie auf dem Kopf. Fässer, Kisten und einige andere Bauten aus Holz, dienten als Tische an denen geprahlt, gefeiert und vermutlich auch gespielt wurde. Wahkan versuchte auch hier sehr gut auf seine eigenen Schritte aufzupassen, schaffte es aber bei dem Versuch zwischen zwei besonders eng aneinander stehenden Tischen durchzukommen, mit seinem Hintern einen von diesen Beiden direkt umzuwerfen, samt den Seemännern die daran sassen. Wahkan entschuldigte sich sofort und ohne den Versuch von Ausflüchten, welches die in Mitleidenschaft gezogene Herren noch mehr erzürnte und zwei davon sogar nach ihren Waffen griffen, woraufhin Kazan einmal kräftig knurrte und die Seemänner sich brav und etwas ängstlich wieder an Ort und Stelle hinsetzten, nachdem sie ihren eigenen Tisch wieder aufgebaut hatten.
Narek versuchte in der Taverne mit einer Rede Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, aber durch den restlichen Lärm sahen maximal ein paar Besucher der Stadt auf und schienen interessiert an diesem Schauspiel anstatt dass sich ein ein paar alte Seebären, auf der Suche nach einem Abenteuer meldeten. Kazan versuchte es eher auf die direkte Art und sprach an mehreren Tischen vor, kam aber lediglich mit einem Haufen Angeboten zurück auf den Schiffen der unterschiedlichen Seeleute anzuheuern. So standen die vier Mitglieder der Konklave etwas ratlos herum und tranken das lauwarme Bier, welches Wahkan der bisher nur der obere Viertel von Dippi kennen gelernt hatte wenn es um Mahlzeiten ging so überhaupt nicht schmeckte und es daher an Kazan weiter reichte.
Bevor die Gruppe die Taverne verlassen wollte, stapfte eine wirklich alt aussehende Frau auf sie zu und setzte sich, ohne zu fragen, neben Wahkan auf die Holzkiste, welche der Taure als Sitzplatz nutzte. Gekleidet in leichtes Gewand, mit einem Kopftuch über den grauen Haaren wirkte die Frau jünger als sie vermutlich ist, aber ihre Art zu reden und sich zu bewegen strotzte von Lebenserfahrung. Sie begann das Gespräch mit den Worten, dass sie an den ganzen Aberglauben um das neue Inselchen im Hafen für Schwachsinn hielt und uns für ein paar Silber hinfahren würde, sogar auf uns warten würde sie um uns nach erledigter Arbeit wieder in den Hafen zu bringen. Lediglich müssten wir ein Mitglied ihrer Crew befreien, bevor er am nächsten Morgen wegen eines kleinen Fehlers gehängt würde. Der Seemann namens Garrun sei in eine Schlägerei geraten und hätte ohne Absicht dem Sohn des Wachhauptmannes ein paar Zähne ausgeschlagen, dieser wolle wutentbrannt nun ein Exempel statuieren und anstatt das die Strafe wie in Dippi üblich mit einer ordentlichen Summe erledigt war, sollte der Mann sterben.
Diese Idee gefiel dem Tauren überhaupt nicht, natürlich hatte der Mann Pech aber sich mit dem Gesetz von Dippi anzulegen und eventuell auf irgendwelchen „Gesucht“ Zetteln zu landen würde ihre Arbeit für die Konklave nicht sonderlich einfach machen, aber die anderen Drei liessen sich überreden und so folgten sie alle der alten Dame aus der Taverne hinaus, tiefer in den Markt, durch Gassen und Seitengänge bis sie kurz davor waren den neuen Markt zu betreten. Ihr Plan war so einfach, dass eigentlich nichts schief gehen konnte, eine kleine Explosion an einem Lager voller Waltran sollte einen Grossteil der Wachen aus dem Wachkontor herauslocken, Lunella und Kazan kümmerten sich im Gebäude um die übrigen Wachen und Narek würde Garrun suchen, befreien und alle zusammen würden sie sich bei der Schwalbe, dem Schiff der Seefahrerin, treffen.
Die Zeit bis zum Einbruch der Dunkelheit verbrachte die Gruppe an einer kleinen Kneipe, die ihre Tische und Stühle unter freiem Himmel in der kleinen Gasse positioniert hatte und daher vor allem für den Tauren viel angenehmer war, trotz allem stellten sich ihm die Nackenhaare auf wenn er sich ertappte die anderen Anwesenden etwas zu lange anzuschauen… es herrschte eine merkwürdige Art der Spannung in der Luft, jeder blieb unter sich und keiner wollte gesehen werden oder noch schlimmer erkannt.
Mit Einbruch der Dunkelheit folgte Wahkan wie abgesprochen der alten Dame in eines der tiefer gelegenen Lagerhäuser, welches die Frau definitiv nicht mit einem Schlüssel öffnete, bevor sie dem Tauren den kleinen Karren zeigte, welchen er transportieren musste. Sie ging noch einmal kurz den Plan durch, sie würde die Wachen ablenken, er solle den Wagen positionieren und die Zündschnur des explosiven Materials mit einer kleinen Laterne entzünden. Gesagt, getan und die alte Seebärin warf der einen Wache mit voller Wucht einen kleinen roten Apfel ins Gesicht, bevor sie irgendetwas rief und die Beine in die Hand nahm und in die dunklen Gassen verschwand, die Lederkutten hinterher.
Wahkan positionierte den Wagen an der richtigen Stelle, zerbrach beinahe die kleine Laterne um an brennenden Docht zu kommen und schaffte es mit der Zündschnur des Wagens, die Lampe zu löschen…. ein tiefer Seufzer ging durch den Tauren, bevor er seine Hörner entzündete, damit die Lunte in Brand setzte und dann so schnell vom Wagen wegrannte wie seine schweren Knochen ihn trugen. Die Explosion hinter ihm war wahnsinnig laut, brachte den Tauren sogar für einen kurzen Moment ins Wanken und ein ekliger penetranter Pfeifton blieb als Belohnung für seine getane Arbeit. Ziellos rannte er durch die Gassen des Seemannsmarktes, während hinter ihm der Wagen mit Feuerwerkskörpern den gewünschten Effekt brachte und ein Grossteil der Wachen aus dem Kontor stürmten. Nach ein paar Minuten zielloses Herumirren, fand die alte Dame den Tauren und sprach ihn an, der Taure gab zu verstehen das er nichts hörte und so deutete sie dem momentan taubem Tauren ihr zu folgen.
Lunella, Narek und Kazan standen bereit und warteten auf das Zeichen, mit einem Stück Tuch vor dem Mund gebunden, damit sie nicht so leicht zu erkennen waren. Die versprochene Explosion war lauter und auffälliger als erwartet und während mehrere Feuerwerksraketen in die Luft schossen, brachen die Drei durch die Vordertüre des Wachkontors. Im Inneren waren lediglich zwei Lederkutten zurückgeblieben, vollkommen mit der Situation überfordert schienen sie gar nicht auf die vorranstürmende Lunella zu reagieren und stürzten sich stattdessen mit erhobenem Schlagstock auf Kazan und Narek.
Narek zeigte triumphal, was er in den letzten zwei Wochen bei dem wenigen Training mit Kazan gelernt hatte und nahm seine Wache in einen Art Haltegriff, bevor er diesen zu Boden brachte und mit dem eigenen Gürtel fesselte.
Kazan hingegen schien die am besten trainierte Lederkutte der Stadt erwischt zu haben, der Kerl steckte wahnsinnig präzise Treffer ein als wären es kleine geworfene Wattekugeln und schien keineswegs untrainiert in den sonst so verwirrenden Schlagreihenfolgen des Orkes. Sogar Narek wollte irgendwann eingreifen und versuchte, die Stadtwache von hinten zu überraschen mit einem ähnlichen Haltegriff wie zuvor, bekam aber stattdessen nur einen abwehrenden Knüppel ins Gesicht. Nach einigen weiteren wahnsinnig elegant und vor allem gut aussehenden Angriffen von beiden Seiten, ging aber auch diese Wache letztendlich zu Boden…. weil Kazan sie queer durch den Raum warf und dabei einen der Schreibtische zerbrach.
Kazan schaffte es in diesem Kampf mehrfach wahnsinnig hohe Trefferpunkte zu würfeln, gleichzeitig aber hatte er immer mindestens zweimal eine 1 als Schadenswurf
Währenddessen hatte sich Lunella tiefer in das Kontor begeben und hatte die Zellen gefunden, insgesamt gab es 5 Gefangene in zwei Zellen und nachdem die junge Dame den Namen Garrun erwähnte, richtete sich einer der Gefangenen auf, der perfekt zu der Beschreibung der Seebärin passte weshalb die junge Bestienwandlerin sofort damit begann das Schloss der Zelle zu knacken, leider hatte sie kein geeignetes Werkzeug und ein Zellenschlüssel war auch weit und breit nicht zu sehen.
Narek und Kazan schlossen mit der noch am knackenden Lunella auf, nachdem sich Narek versichert hatte das Kazans Gegner noch lebte und wie als müsste der Ork beweisen das er stärker war, besser war als das was gerade gegen die Lederkutte passiert ist schien er nun den Kampf gegen die andere Zellentür zu suchen. Er zog beinahe schon zeremonielle
seine Schlagringe an und unter lauten Zurufen der Insassen der Zelle begann er einige vorbereitende Bewegungen zu machen und dann blitzschnell und brachial mehrmals hintereinander auf die Verriegelung der Tür zu schlagen. Das Schloss und die metallene Gittertür ächzten unter der Wucht aber gaben nicht nach, wobei Lunella unter Anweisung der Gefangenen endlich die Zelle öffnete. Ohne ein Danke oder Ähnliches drängten sich die Zwei unbekannten Gefangenen an Lunella vorbei und rannten aus dem Kontor, während Garrun fast schon gemütlich aufstand und sich bereit machte, der Gruppe zu folgen.
Ausserhalb des Kontors sah die Gruppe zum ersten Mal das viel zu kleine Ergebnis der Explosion, die Holzwand hatte lediglich gebrannt kein Tran war entkommen und so waren die Lederkutten nicht beschäftigt genug um sich nicht um die Fremden zu kümmern, die ihr Wachhaus verliessen. Lunella und Garrun konnten die Gunst der Dunkelheit nutzen und versteckten sich erfolgreich in einer Seitengasse, während die Lederkutten hinter Narek und Kazan folgten. Diese flüchteten in den Seemannsmarkt, wobei Narek im richtigen Moment in einen der kleinen Hafenläden abbog und die Lederkutten einfach nur dem durch den vorherigen Kampf sichtlich erschöpften Kazan hinterher rannten. Noch während Narek am Luft holen war, stand plötzlich eine leicht vermummte Gestalt neben ihm und sicherte ihm zu „Die Dolche würden es nicht vergessen“, bevor die Gestalt wieder in der Dunkelheit des Marktes verschwand.
Während all dies passierte, liess sich Lunella selbst gemütlich von Garrun durch einige Gassen und enge Strassen an einen kleinen Pier seitlich des alten Hafens führen, hier wartete in der Dunkelheit die Schwalbe, die alte Seebärin und der ihr bekannte Taure. Freudig, dass alles gut funktioniert hat, sprach sie Wahkan auf den Teil seiner Arbeit an, wobei auch hier immer noch der Taure kein Wort verstand und ihr zu verstehen gab, dass die Explosion ziemlich kräftig war, aber alles gut funktioniert hat. Die Schwalbe selbst war ein kleiner Einmaster, ohne gewaltiges Unterdeck und wirkte mehr wie ein umgebautes Fischerboot, aber für ihr Vorhaben war das Schiff allemal ausreichend.
Die alte Dame und Lunella unterhielten sich, es wurden Informationen ausgetauscht und dann ging die Seefahrerin sogar auf die Suche nach Narek und Kazan, überliess das fertig machen des Schiffes dem soeben befreitem Garrun. Die Seebärin schien einen ähnlichen Kopf wie Narek zu haben und fand den jungen Waideler in der zuvor besuchten Kneipe, mit einem Bier in der Hand. Zurück am Pier, fehlte noch immer Kazan und keiner wusste so genau wo nach dem Ork suchen, eventuell war er immer noch am flüchten und somit nie am selben Ort? Lunella schlug lautstark vor, die Taschenuhr zu nutzen und bekam von Narek einen Tritt gegens Schienbein während Wahkan noch immer halb taub dabei stand und keinen Dunst hatte, worum es gerade ging. Er entschied sich stattdessen bei Garrun in die Schiffslehre zu gehen und liess sich einige Knoten zeigen, während die beiden das Schiff so gut es geht parat machten.
Lunella und Narek nutzten derweil die Funktion der Taschenuhr um den Ork zu finden, welcher es sich irgendwann in der Nacht unter einem umgedrehten Fischerboot gemütlich gemacht hatte um dort seine Kopfschmerzen unter Kontrolle zu bringen, ein Nickerchen eingelegt hatte. Die beiden Suchenden wurden beinahe wahnsinnig, weil sie mehrmals den gleichen Pier absuchten auf welchen die Kompassfunktion definitiv deutete und trotz allem keinen Kazan fanden… mehr durch blöden Zufall liess sich Lunella genervt auf eines der Boote nieder und das grunzende Geräusch eines schlafenden Orks unter dem Holz liess sie erschrocken wieder aufspringen.
Die Drei kamen bei der vorbereiteten Schwalbe an und sahen, wie Wahkan mit der kleinen Mannschaft um eine kleine Feuerstelle sass und etwas aus metallenen Bechern trank, das alkoholisch roch, aber doch nach Kräutern. Zwischen Lunella und Narek entbrannte wieder ein kurzer Streit, von welchem Wahkan sogar einige Wörter aufschnappen konnte unter dem Dröhnen und Pfeifen, welches seine Ohren immer noch heimsuchte, es ging wohl um die falsche Ausführung des Planes und das jeder seinen eigenen Kopf gehabt hatte, wie dies zu laufen hat. Der Ork hingegen legte sich einfach irgendwo auf das Schiff, kuschelte sich gemütlich ein und schien seine Kopfschmerzen einfach wegschlafen zu wollen.
Die Mitglieder der Konklave und die Besatzung der Schwalbe wartete freundschaftlich und gemütlich zusammen auf das Eintreffen der Flut, es war ruhig, gelassen und wäre Wahkan nicht immer noch taub hätte er sich auch gerne mehr mit Garrun unterhalten… der Mann schien ihm im Charakter sehr ähnlich zu sein, eine ruhige Seele in einem gigantischen Körper, der ihm oft Probleme brachte. Die Flut kam wie es sein sollte pünktlich und das kleine Schiff nahm Fahrt auf, es dauerte nicht allzu lang und sie kamen der merkwürdigen Erscheinung ausserhalb des Hafens näher. Nun da es in Sichtreichweite kam, bemerkte die Gruppe, dass es keine natürliche Insel sei, sondern lediglich ein gigantischer Schiffsfriedhof, der wie eine Art hölzerne Plattform mitten im Meer gebildet hat.
Noch während die Gruppe diskutierte wie nah man wohl ran sollte, schien sich plötzlich die Luft zu verändern. Die Gespräche auf dem Schiff verstummten und alle, ausser Wahkan und dem schlafenden Kazan, hörten eine herrliche Musik vom Zentrum der Insel kommen. Wie von Zauberei schien die Insel sie zu rufen, die Seebärin richtete das Schiff auf direkten Kollisionskurs und keinen ausser Wahkan schien dies zu stören, sie blickten alle leicht verträumt in das Zentrum der Insel… Wahkan nutzte sein neu erlerntes Wissen und holte die Segel ein und warf den Anker über Bord um das Schiff auf irgendeine Art zu verlangsamen. Leider ohne sichtlichen Erfolg, das Schiff hatte genug Fahrt um trotz dem eingeholten Segel mit voller Fahrt auf die hölzerne Plattform zu knallen und zum Stillstand zu kommen. Der Aufprall warf alle unsanft von Board und auf die hölzerne Plattform, wobei auch der nun wache Kazan diesen verträumten Blick in den Augen hatte und langsam und ohne Eile zusammen mit den anderen sich auf das Zentrum der Insel zu bewegte.
Wahkan richtete sich auf und sah zum ersten Mal die Ursache dieses Phänomens, Meerjungfrauen hätte man es nennen können, Seekühe hätte auch sehr gut gepasst aber vor allem die groteske Art wie diese zwei Dinge verschmolzen waren, sorgte für einen kalten Schauer den Taurenrücken herunter. Die drei Wesen in der Mitte der Insel, das grösste der Drei schien der Verursacher der betörenden Musik zu sein, hatten rein gar nichts mit den wunderschönen Sirenen der alten Geschichten an sich. Die Haut aschgrau, an manchen stellen aufgedunsen, an anderen durchzogen von hellgrünen Adern schienen mehr wie zum Leben erweckte Wasserleichen.
Während Wahkan der Wahrheit der Situation gegenüberstand, einem Haufen Allesfresser, sahen seine Abenteurerkollegen ihre sehnsüchtigsten Träume… Lunella sah ihre freundlich lachenden Strassenkinder, Kazan seine verstorbene Mutter mit erhobener Pantoffel und sogar Narek lief grinsend auf seine Familie zu. Der Taure musste handeln und wusste anhand dem was er vor sich sah, dass der Schaden der Explosion, die Taubheit ihnen heute eine schicksalshafte Chance gegeben hatte. Auch wenn der Taure es nicht hörte, so sah er doch anhand der Bewegungen des Munds, der Sirene, das diese definitiv sang.



