Zwischen Blitz und Verrat

Wahkan hatte sich für die Nacht am ausgebrannten Lagerfeuer des Priesters niedergelassen und war der festen Überzeugung gewesen, dass die Gegend sicher genug sei. Der Friedhof lag hinter ihnen, die Untoten waren verschwunden und ein einfaches Feuer erschien ihm als ausreichend wachsamer Hüter der Nacht.

Caelan sah das offensichtlich anders.

Während der Taure tief und fest schlief, blieb der junge Zauberer bis zum Morgengrauen wach. Entsprechend wenig Verständnis zeigte Wahkan, als er viel zu früh aus dem Schlaf gerissen wurde.
Nach einem kurzen Gespräch beschlossen die beiden, ihre Verfolgung vorerst aufzugeben und nach Dippi zurückzukehren. Der Sprecher würde vielleicht mehr wissen oder zumindest einen Weg finden, die übrigen Gruppenmitglieder aufzuspüren.

Der Rückweg verlief ungefähr so, wie Reisen mit Caelan meistens verliefen.
Der junge Magier redete und redete und redete.
Mal blieb er am Wegesrand stehen und erklärte voller Überzeugung, eine seltene Pflanze entdeckt zu haben, worauf Wahkan nur einen kurzen Blick darauf warf und trocken feststellte, dass es sich um ein gewöhnliches Gänseblümchen handelte. Wenig später begann Caelan wieder über irgendwelche theoretischen Zusammenhänge zu philosophieren, die für ihn selbst vermutlich von grosser Bedeutung waren, für den Tauren allerdings ungefähr denselben Unterhaltungswert hatten wie das Wachstum von Moos.

Trotzdem erreichten sie schliesslich die Stadt.
Dort überraschte Caelan seinen Begleiter zum ersten Mal seit längerer Zeit positiv. Von seinem eigenen Geld kaufte er eine Tinktur, die bei Wakhans Verletzungen helfen sollte.
Der Taure war ehrlich überrascht, fast hätte er sich sogar bedankt.
Stattdessen nahm er das kleine Döschen wortlos entgegen und steckte es ein.

Am Glockenturm angekommen, standen sie vor dem nächsten Problem. Für den Zugang benötigte man einen Schlüssel. Normalerweise hätte Lunella diesen besessen, doch die Bestienwandlerin befand sich bekanntlich irgendwo weit ausserhalb der Stadt.
Oder zumindest fast; ihre Ausrüstung befand sich schliesslich noch immer in Caelans Rucksack.
Nach kurzem Suchen fanden sie tatsächlich den passenden Schlüssel und konnten den Turm betreten, ohne stundenlang vor verschlossenen Türen warten zu müssen.

Das anschliessende Gespräch mit dem Sprecher verlief nur mässig erfreulich.
Vor allem Caelan schaffte es erneut, die Geduld seines Gegenübers auf die Probe zu stellen.
Zwischen den weniger freundlichen Wortwechseln erfuhren sie jedoch etwas Wichtiges. Offenbar besass die Taschenuhr der Gruppe eine Art Ortungsfunktion. Hätten sie das bereits am Friedhof gewusst, hätte ihnen dies vermutlich viele Stunden Sucherei erspart.
Während Wahkan Kazans Rucksack im Turm zurückliess, diskutierte Caelan weiter mit dem Sprecher. Der Zauberer vertrat die Ansicht, dass man grosse Aufgaben am besten in viele kleine Schritte zerlegen sollte. Der Sprecher schien davon jedoch wenig beeindruckt zu sein. Ebenso wenig gefiel Wahkan die Art, wie Caelan mit anderen Menschen sprach.
Wahkan bemerkte einmal mehr, dass der junge Magier die bemerkenswerte Fähigkeit besass, selbst einfache Gespräche unnötig kompliziert zu gestalten.
Bevor die beiden wieder aufbrechen konnten, erwähnte der Sprecher noch, dass am Nordtor ein Pferd für Caelan bereitstünde. Offenbar wollte man verhindern, dass der eher unsportliche Magier erneut von seinen langstreckenerprobten Begleitern abgehängt wurde.

So machten sie sich erneut auf den Weg.
Im oberen Teil der Stadt kauften sie zunächst Proviant. Da ihre Geschmäcker jedoch kaum unterschiedlicher hätten sein können, trennten sie sich für kurze Zeit, um eigene Besorgungen zu machen.
Während Wahkan auf dem Markt nach Proviant suchte, verschwand Caelan für einige Minuten in einer schmalen Seitengasse zwischen zwei Häusern.

Dort wartete bereits eine vermummte Gestalt.

„Nun?“ fragte die Person leise. „Habt ihr ihn gefunden?“

Caelan verschränkte die Arme.

„Gefunden schon. Bekommen nicht.“

„Erklär dich.“

„Der Ankergegenstand befindet sich auf einem Friedhof nördlich von Dippi. Zumindest befand er sich dort. Bevor wir ihn sichern konnten, hat ihn jemand anderes an sich genommen.“

Die Gestalt schwieg einen Augenblick.

„Jemand anderes?“

„Ein Priester. Oder zumindest jemand, der sich als Priester ausgegeben hat. Er hat einen Flugtrank geschluckt und ist mit dem Anker verschwunden.“

„Das gefällt mir nicht.“

„Mir auch nicht. Aber ich weiss jetzt, wer ihn hat und wohin er ungefähr unterwegs ist. Das Problem lässt sich lösen.“

Die vermummte Person schien darüber nachzudenken.

„Und bis dahin?“

Caelan öffnete seinen Rucksack und zog vorsichtig die kleine rostige Laterne hervor.

„Bis dahin habe ich etwas anderes.“

Die Gestalt betrachtete die Laterne aufmerksam.

„Was kann sie?“

„Sie zeigt die Vergangenheit eines Ortes. Nur wenige Minuten, aber manchmal reicht das vollkommen aus.“

„Und du wärst bereit, sie abzugeben?“

Caelan drehte die Laterne nachdenklich zwischen den Fingern.

„Vorübergehend vielleicht. Der eigentliche Anker ist ohnehin interessanter. Wenn ich ihn beschaffen kann, reden wir über einen Tausch.“

Die Gestalt nickte langsam.

„Dann beschaff ihn.“

„Ich arbeite daran.“

Genau in diesem Moment hallte Wahkans Stimme durch die Gasse.

„Caelan! Wo steckst du denn schon wieder?“

Die vermummte Person zog sich sofort tiefer in die Schatten zurück.

„Später.“

„Später“, bestätigte Caelan.

Als Wahkan wenige Augenblicke später die Gasse erreichte, stand der junge Magier scheinbar allein dort. Der Taure hatte lediglich die letzten Wortfetzen gehört und ging daher davon aus, dass Caelan wieder einmal mit sich selbst diskutierte. Das erschien ihm deutlich wahrscheinlicher als eine geheime Unterredung in einer dunklen Seitengasse.

Auf dem Weg Richtung Nordtor schwiegen sich die beiden ungleichen Begleiter zum ersten Mal heute für ein paar Minuten ruhig an, beide mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt und Wahkans doch manchmal langsamer Verstand kreiste um die paar Wortfetzen die er gehört hatte… wie gerne hätte er die Sterne um Rat gefragt oder ein paar Knochen gelegt, aber die Beiden hatten es eilig und somit blieb Wahkan alleine ohne eine klare Entscheidung in seinem Kopf.

An der Stallung, merkte sogar Wahkan sofort das dieser Mann keine Ahnung davon hat wie man ein Pferd besteigt, geschweige dessen reitet und somit musste der grosse Taure den jungen Mann wie ein kleines Kind auf den Rücken des Pferdes setzen, ihn samt Pferd aus der Stadt führen und dann sogar noch erklären wie man ein solches Tier dazu brachte auch in den Trab zu gehen… immer diese Theoretiker, die keine Ahnung vom echten Leben haben.

Hier trennten sich die beiden nun, Wahkan entschied sich den Weg über den Friedhof zu nehmen um von dort dem Kompass in der Taschenuhr zu folgen, während er Caelan auf der Handelsroute zurückliess in der Hoffnung der junge Zauberer würde die Situation richtig einschätzen und zügig zum Rest der Gruppe aufschliessen. Stattdessen fand Wahkan sich nach einer guten Weile auf der Handelsstrasse und der sooo schlaue Magier schloss gerade erst wieder mit ihm auf, dies sorgte für ein erstes Streitgespräch über die Eile die geboten war, welche Caelan einfach nicht einsehen wollte.

Wahkan ging es irgendwann zu weit und er schlug mit sanfter Gewalt auf den Hintern des Pferdes, worauf dieses hoffentlich endlich eine der Situation gebührende Geschwindigkeit einnehmen würde und den Zauberer zu den Anderen bringen würde… stattdessen verlor dieser Idiot die Kontrolle und fiel rückwärts vom Pferd in den Graben.

Erneut brach ein Streitgespräch aus, Caelan forderte, dass Wahkan das Pferd einsammelte und es gefälligst wieder zu ihm bringen sollte, sonst würde er dies dem Sprecher bei der Berichterstattung mitteilen und Wahkan die Schuld an der Misere zuschieben.

Dies war der Moment wo Wahkan zum ersten Mal wirklich rot sah, als er mit dem kleinen und gebrechlichem Zauberer sprach und er drohte ihm körperliche Gewalt an, wenn er nicht sofort aufhören würde den Tauren wie einen Diener oder Sklaven zu behandeln. Nachdem der Zauberer kleinlaut meinte „Dann mach ich es halt selber“, beschloss Wahkan nicht mehr auf diesen unmöglichen Menschen zu warten, sondern der Uhr in Richtung seiner Freunde zu folgen.

Auf halbem Weg zum Pferd, welches nach dem Schreck an der Seite der Strasse graste, überholte der Taure den Menschen durch die unterschiedliche Reichweite im Schrittmass und daher nahm Wahkan die Chance und schnappte sich die Zügel des Pferdes und führte es weiter ohne auf den Menschen zu warten.

Dies schien nun Caelan zur Weissglut zu treiben und ohne Vorwarnung, ohne Reue brachte er mit seiner Magie das Pferd neben Wahkan zum explodieren.

Wahkan wurde von Gedärm, Blut und Fell, welches um ihn herum explodierte, wörtlich umgestossen, Blut und Eingeweide des Pferdes regneten noch auf die Strasse herab, als Wahkan sich wieder auf die Beine stemmte. Sein Blick fiel sofort auf Caelan und der junge Magier stand knapp 100 Schritte entfernt und lächelte.

Nicht verlegen, nicht erschrocken, sondern zufrieden und hier traf es Wahkan wie ein zweiter Blitz, der misslungene Windzauber, die ständigen Unfälle, die vielen kleinen Katastrophen. Der Blitzschlag auf dem Friedhof, alles fügte sich plötzlich zu einem Bild zusammen.

„Du warst das.“

Caelan legte den Kopf schief.

„Was genau?“

„Bei allem.“

Das Lächeln des Magiers wurde etwas breiter.

„Das grenzt die Auswahl kaum ein.“

Wakhans Hände ballten sich zu Fäusten.

„Der Blitz.“

„Ja.“

„Der Windstoss.“

„Ja.“

„Die ganzen kleinen Angriffe und Zufälle.“

„Die meisten davon.“

Wahkan starrte ihn an.

Nicht einmal ein Versuch zu lügen.

Nicht einmal ein schlechtes Gewissen.

„Warum?“

Caelan zuckte mit den Schultern.

„Weil ich wissen wollte, wie du reagierst.“

„Du hättest mich töten können.“

„Aber habe ich das?“

„Das Pferd hast du gerade getötet!“

„Ein Pferd.“

Die Antwort kam so beiläufig, dass sie Wahkan mehr erzürnte als jede Beleidigung.

„Du bist wahnsinnig.“

„Nein.“

„Dann erklär mir das.“

Für einen Moment wurde Caelan ungewöhnlich ernst.

„Weisst du, was der Unterschied zwischen uns beiden ist, Wahkan?“

Der Taure antwortete nicht.

„Du glaubst, Bindungen sind wichtig.“

„Sind sie auch.“

„Nein. Bindungen sind nützlich.“

Einen Augenblick lang herrschte Stille.

„Und die Ankergegenstände?“ fragte Wahkan schliesslich.

Das Lächeln kehrte zurück.

„Jetzt kommen wir zum interessanten Teil.“

Wakhans Herz schlug schneller.

„Du willst sie alle haben.“

„Natürlich will ich sie alle haben.“

„Und dafür verrätst du deine Freunde?“

„Freunde?“

Caelan lachte leise.

„Ist das wirklich das Wort, das du verwenden möchtest?“

Wahkan machte einen Schritt auf ihn zu.

„Kazan, Lunella und Narek.“

„Was ist mit ihnen?“

„Sie vertrauen dir.“

„Dann machen sie einen Fehler.“

Wieder dieses Lächeln.

Dieses selbstgefällige, siegessichere Lächeln.

„Und wenn einer von ihnen einen Ankergegenstand besitzt?“

Zum ersten Mal wirkte Caelan ehrlich amüsiert.

„Dann wird er früher oder später mir gehören.“

„Und wenn sie ihn nicht freiwillig hergeben?“

Der Magier blickte ihn an, als hätte Wahkan eine besonders einfache Frage gestellt.

„Dann sterben sie eben.“

Die Worte kamen ruhig.

Sachlich.

Fast gelangweilt.

„Narek. Kazan. Lunella. Du.“

Er hob leicht die Schultern.

„Am Ende macht das keinen Unterschied.“

Für einen Augenblick war nur das Rascheln des Grases am Strassenrand zu hören.

Dann begriff Wahkan endgültig, dass der junge Magier niemals ein tollpatschiger Gelehrter gewesen war, der seine Kräfte gelegentlich nicht kontrollieren konnte.

Das alles war eine Rolle gewesen.

Und zum ersten Mal seit ihrem Kennenlernen stand ihm nicht Caelan der Nervtöter gegenüber. Sondern Caelan, wie er wirklich war.

„Ich halte dich auf. Hier und jetzt.“

Die Worte kamen zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Wahkan hob sein Didgeridoo wie eine Keule und setzte sich in Bewegung.

Etwa 100 Schritt trennten ihn von Caelan, hundert Schritt gegen einen Magier, der gerade offenbart hatte, dass ihm das Schicksal seiner Gefährten gleichgültig war und der offenbar bereit war, für seine Ziele über Leichen zu gehen.

Eine gefährliche Entfernung.

Wahkan rannte und kaum hatte er die ersten Meter zurückgelegt, machte Caelan eine beiläufige Handbewegung. Neben dem Tauren explodierte der Boden. Erde, Sand und scharfkantige Steine schossen in die Luft und prasselten gegen seinen Körper. Einige bohrten sich schmerzhaft in sein Bein.

Doch Schmerz war in diesem Moment bedeutungslos. Nichts davon konnte ihn aufhalten.

Als Wahkan etwa 20 Schritt hinter sich gebracht hatte, hob Caelan erneut die Hand. Diesmal entstand kein Blitz und keine Explosion, sondern ein Windstoss von einer Kraft, wie der Taure sie bisher noch nicht erlebt hatte. Die Luft traf ihn seitlich am Waffenarm und riss ihm das Didgeridoo förmlich aus den Händen, sodass das Instrument sich mehrfach überschlug und schliesslich irgendwo im hohen Gras am Strassenrand verschwand. 

Wahkan bemerkte es kaum; das Adrenalin in seinen Adern verdrängte jeden Schmerz.

Er lief weiter. 60 Schritt entfernt und wieder hob Caelan die Hand. Der junge Taure machte sich auf den nächsten Einschlag bereit, doch nichts passierte… kein Blitz, kein Wind und auch keine Explosion.

Für einen Augenblick glaubte der Taure, die Geister und Ahnen stünden auf seiner Seite. Vielleicht waren die Sterne doch nicht blind. Vielleicht war dies einer jener seltenen Momente, in denen die Welt selbst entschied, wer im Recht war.

Als Wahkan die Hälfte der Strecke hinter sich gelassen hatte und nur noch etwa 40 Schritt zwischen ihm und dem Magier lagen, hob Caelan erneut die Hand. Der Taure spannte unwillkürlich jeden Muskel seines Körpers an und bereitete sich auf den nächsten Zauber vor, doch zu seiner Überraschung geschah nichts. Weder ein Blitz noch eine Explosion oder irgendeine andere Form von Magie traf ihn. Während der Abstand zwischen ihnen weiter schrumpfte, spürte Wahkan seinen Herzschlag bis tief in den Hals hinein hämmern. Mit jedem Schritt wurde die Gewissheit grösser, dass er den Verräter tatsächlich erreichen könnte. Bald würde er vor ihm stehen und Caelan für all die Lügen, den Verrat und die Angriffe auf ihn zur Rechenschaft ziehen.

Zwanzig Schritt und hier endete das Glück jungen Taurenmusikers; ein gleissender Blitz schoss aus Caelans ausgestreckter Hand, Wahkan sah es kommen, zu schnell, zu grell und vor allem zu spät.

Der Einschlag traf ihn mit voller Wucht und plötzlich bekam der Taurenbulle keine Luft mehr. Der Blitz hatte ein faustgrosses Loch durch Hals und Schulter gerissen. Verbranntes Fleisch, Blut und Rauch erfüllten die Luft. Sein Gleichgewicht schwankte. Seine Sicht verschwamm.

Jeder Instinkt seines Körpers schrie ihm zu, zu fallen, zu sterben. Doch etwas in ihm weigerte sich. Sein Wille, seine Wut. Der Gedanke an Lunella, an Narek, an Kazan und
an all jene, die diesem Wahnsinnigen in der Zukunft noch über den Weg laufen könnten.

Mit letzter Kraft setzte Wahkan einen weiteren Schritt, dann noch einen und noch einen. Schliesslich stand er vor Caelan und der Magier wirkte für einen kurzen Augenblick überrascht. Vielleicht hatte er geglaubt, der Blitz würde genügen. Vielleicht hatte er unterschätzt, wie viel Hass und Entschlossenheit einen Tauren noch auf den Beinen halten konnten.

Mit einem letzten, rasselnden Keuchen holte Wahkan aus. Seine Faust traf. Das Gefühl brechender Knochen übertrug sich durch seine Hand bis tief in seinen Arm. Caelans Körper wurde regelrecht von den Füssen gerissen. Wie eine Stoffpuppe flog er durch die Luft, schlug hart auf dem Boden auf und blieb reglos liegen.
Wahkan sah es noch. Er sah, dass der Magier sich nicht mehr bewegte.
Dann verliessen auch ihn die Kräfte. Der Taure kippte nach hinten. Die Welt wurde dunkel.
Doch bevor das Bewusstsein ihn endgültig verliess, erschien ein kleines, verschmitztes Lächeln auf seinen Lippen.

Er hatte sie beschützt. Vielleicht nicht für immer. Vielleicht nicht vollständig.
Aber für heute.

Aus weiter Ferne glaubte er noch eine weibliche Stimme zu hören.

„Keine Angst. Die Schwarze Konklave kümmert sich um ihre Leute.“

Die Worte klangen gedämpft, als würden sie aus einer anderen Welt kommen.
Dann sah Wahkan für den Bruchteil einer Sekunde eine Frau in einem schwarzen Kleid.
Sie blickte direkt in seine Seele und danach wurde alles schwarz.

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