
Als Narek endlich unter den dutzenden Kinderskeletten freigegraben hatte, sah Er nur Lunella, die mehr weiss als schwarz war, und Kazan im Eingang des Hauses stehen. Er hielt jemanden in den Armen. Im ersten Moment dachte Narek, es wäre Dru, aber es war Stephanos, der es offensichtlich nicht geschafft hatte. Auf dem Weg zurück, um die zwei Kinder, die Lunella gerettet hatte, zu ihren Eltern zu bringen, erzählte Kazan, dass Dru erschrocken geschaut hatte, als Stephanos tot in den Ranken hing, und plötzlich verschwunden ist, wie der Wind der sie war. Die Eltern der Kinder liessen die Gruppe bei ihnen übernachten und Stephanos auf dem Friedhof des kleinen Dorfes begraben. Zum Glück werden die Kinder nur einen Schrecken und der Junge ein paar Narben zurückbehalten. Nicht so wie das Feld von Kinderskeletten um das Haus.
Auf dem Weg zurück zur Konklave erzählte Kazan, dass er eine Schatulle aus einem Rankenhaufen gerissen hatte und danach alle Ranken verdorrten. Es war eine kleine Holzschatulle, schön verziert mit Schnitzereien und aus Holz. Als Kazan sie trotz Warnungen öffnete, nahm er einen Krug Bier daraus. Die Schatulle schloss sich direkt wieder. Kazan, wie er eben war, trank einfach das Bier, das anscheinend nicht leer wird. Nachdem die Gruppe ihn endlich überzeugen konnte, den Krug abzustellen und loszulassen, verschwand er automatisch.
Nach weiteren zwei Tagen kamen sie endlich in der Konklave an. In der Konklave hat Narek Kazan gesagt: „Frag den Bewahrer, was die Schatulle macht.“ Zögerlich fragte er den Bewahrer, der mit Freude die Schatulle in allen erdenklichen Weisen ableckte und dann sagte: „Eine Zuckerschatulle. Sie gibt dir das, was du am meisten begehrst in Bezug auf Essen und Trinken.“ Nachdem Narek Kazan darauf hingewiesen hat, dass alles einen Preis hat, sagte der Bewahrer: „Ja, wenn man aus der Schatulle isst oder trinkt, verliert man den Geschmack an allem anderen, sodass letztendlich alles nur noch nach Asche schmeckt.“ Und wie wir wissen, wird Kazan sie natürlich nicht verwenden.
Danach gingen sie nach unten und trafen zwei neue Gestalten, einen hageren Mann „Caelan“ und einen Tauren „Wahkan“. Die beiden starrten auf ein grosses Bett. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde berichteten sie, dass zwei Bewahrer aus zwei Betten eins gemacht haben, indem sie sie abgeleckt haben. Also das Übliche hier in der Konklave. Von den Treppen kam nur ein: „Die zwei gehören jetzt zu euch, viel Spass.“ Dies kam vom Mann mit den blauen Augen, der sich bisher immer noch nicht vorgestellt hat. Nach etlichen Erzählungen, woher der Mann sie aufgegabelt hat, hat Narek so weit mitgenommen: Sie waren in einer Taverne und haben dort gegen ein gefiedertes humanoides Ding gekämpft, das durchs Dach gefallen ist, bis der Mann mit den blauen Augen aufgetaucht ist und es beendet hat und ihnen die Wahl gegeben habe, alles zu vergessen oder ein neues Leben anzufangen. Beide haben offensichtlich zugestimmt.
Die beiden Neuen scheinen sich schon länger zu kennen. Der eine ist ruhig, der andere komisch. Nachdem er das neue Bett untersucht und daran geleckt hat, hat er sich reingelegt und der Taure oben drauf… immerhin lebt er noch. Am nächsten Morgen schien alles wie immer, ausser dass Lunella Narek mit einem Kniff in den Fuss geweckt hat, warum auch immer. Als die Gruppe sich fertig gemacht hat, haben sie Bericht erstattet. Als Narek dem Bewahrer alles erzählt hat, unterhielt sich Caelan mit einem anderen Bewahrer, was anscheinend aber nicht von Erfolg gekrönt war, da er erfolglos zurückkam. Danach haben sie mit dem Sprecher geredet, der sagte, er gibt der Gruppe Bescheid, wenn es so weit ist, und dass es fünf sind, wie es sein sollte. Die Frage diesmal war: „Was für eine Art Wesen sind die Bewahrer?“ Lange Antwort kurz: Sie waren schon da, als die Konklave gegründet wurde, und werden da sein, wenn wir schon nicht mehr da sind. Nur dass sie uns nicht feindlich gesinnt sind. So viel zum Thema hilfreiche Antwort.
Dann wollte die Gruppe langsam los. Caelan sagte zu einem Bewahrer: „Könntet ihr das Klo grösser machen, damit der Taure es verwenden kann?“ Lunella rannte dem Bewahrer hinterher und erklärte, dass er auch den Raum grösser machen sollte. Woraufhin er anfing, die Toilettenschüssel abzulecken, und der Raum tatsächlich grösser wurde, jedoch der Schlafraum kleiner wurde und zwei Betten samt Kiste und Spind in der Wand verschwanden. Nachdem Caelan runterging und sich das Ganze anschaute, war er verdutzt und kam dann wieder hoch und sagte: „Wahkan, du kannst aufs Klo gehen.“ Dann ging Wahkan runter und kam danach wieder hoch und sagte, Lunella brauche Hilfe mit dem Anziehen. Narek ging runter und sagte nur: „Normal ziehe ich sie nur aus.“ Er half ihr, ihre fünfzehn Schichten Kleider anzuziehen.
Dann hat die gruppe etwas im oberen Markt zu essen geholt und ist danach zum Hutmacher gegangen. Irgendwie ist Caelan davon ausgegangen, dass er sich jetzt einen Anzug nach seinen Belieben machen lassen kann. Hm, nein, war nicht so. Nachdem Narek ein bisschen zugeschaut hat, wie sich der Hutmacher und Caelan nett beleidigt haben, hat Er erklärt, dass die beiden zur Gruppe gehören. Der Hutmacher hat sie ausgemessen und gesagt, in einer Woche könnten wir die Anzüge abholen. Danach verbrachten sie eine Woche in der Stadt und genossen die Ruhe vor dem neuen Sturm.
Am Morgen des achten Tages wollte Caelan alle wecken, indem er einen Windstoss durch das Didgeridoo von Wahkan schickt. Aber das verlief nicht wie geplant. Er verlor die Kontrolle und ein Blitz traf die schlafende Lunella an ihrem Allerwertesten. Sie schreckte auf, verwandelte sich und landete dabei auf allen Vieren. Caelan, wohl etwas unbeholfen, er hätte auch einfach „Ups“ sagen können, wurde von Lunella leicht angebrüllt, sodass es hoffentlich nicht mehr zu Blitzen im Schlafzimmer kommt.



