Nachdem das Wesen das Buch an sich genommen hatte, wandte es sich von Narek ab und in Richtung Kazan. Wie zuvor bei den Kultisten, streckte es eine Hand aus und griff regelrecht in ihn hinein. Durch seine Kleidung, seine Haut und zog einen silbernen Faden hervor. Kazans Herz stand still. Als hätte mit dem…
Nachdem die Gruppe gerade erst in die Konklave zurückgekehrt war und sich beim Sprecher gemeldet hatte, schickte dieser sie direkt wieder los, um die Frau mit den kalten Augen zu treffen, die sie damals beim Leuchtturm gesehen hatten. Ausserhalb der Konklave gingen die vier die Treppen wiederholte Male hoch. Die Lederwesten standen wie immer…
Sie warteten elendig lang am Feuer. Vor ihnen ein Heer an Untoten, die nur darauf warteten, von Kazan vernichtet zu werden – so zumindest seine Einschätzung. Aber Tartos warnte ihn vor einem unguten Ausgang, weshalb er erstmal still sass. Sie versuchten zu ruhen, doch die Untoten waren einfach zu laut und stanken. Plötzlich rief…
Wahkan hatte sich für die Nacht am ausgebrannten Lagerfeuer des Priesters niedergelassen und war der festen Überzeugung gewesen, dass die Gegend sicher genug sei. Der Friedhof lag hinter ihnen, die Untoten waren verschwunden und ein einfaches Feuer erschien ihm als ausreichend wachsamer Hüter der Nacht. Caelan sah das offensichtlich anders. Während der Taure tief…
Die Untoten näherten sich weiter und ich hatte mich in meiner Tiergestalt aufgebaut, bereit, die anderen zu verteidigen. Plötzlich hörte ich Narek rufen. Der Priester flog über der Krypta und war scheinbar dabei zu fliehen. Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, wie er das anstellte. Er hatte, weswegen wir gekommen waren. Ich machte einen…
Aufzeichnungen von Caelan Veyr, Adept der Luftaspektmagie und unabhängiger Forscher ungewöhnlicher Phänomene Nachdem unsere Expedition den überwucherten Friedhof nördlich von Dippi erreicht hatte, begann eine systematische Untersuchung der örtlichen Anomalien. Das Gelände bestand aus zahlreichen alten Grabstätten, deren Alter aufgrund starker Verwitterung teilweise nur schwer zu bestimmen war. Besonders auffällig war das Nebeneinander einfacher…
Der Morgen begann hektisch. Ein tiefes, aggressives Knurren riss die Gruppe aus dem Schlaf. Mitten im Schlafsaal stand eine grosse, haarige, aber schlanke Gestalt, das Gesicht vor Schmerz verzerrt, sichtbar ausser sich. Wahkan öffnete nur eines seiner Augen und blickte schweigend durch den Raum, während Narek erst einmal zu begreifen versuchte, was überhaupt passiert…
Als Narek endlich unter den dutzenden Kinderskeletten freigegraben hatte, sah Er nur Lunella, die mehr weiss als schwarz war, und Kazan im Eingang des Hauses stehen. Er hielt jemanden in den Armen. Im ersten Moment dachte Narek, es wäre Dru, aber es war Stephanos, der es offensichtlich nicht geschafft hatte. Auf dem Weg zurück,…
Wir waren in dieser Holzfällerstadt, mit der guten Hose, und sammelten uns. Stephanos teilte sein Brot mit mir, verhielt sich aber sonst eigenartig. Vielleicht ein schlechtes Zeichen. Ich wollte jedoch den Kampf mit dem Haus, also überredete ich alle keine Nacht mehr zu warten. Wir brachen direkt auf und liefen zurück in den Wald.…
Meine Mutter hat mal etwas von diesen kleinen Mädchen erzählt, die irgendwie mit der Göttin des Schicksals zusammenhängen. Ich dachte, sie wollte mich lehren mein Schicksal zu akzeptieren, nicht aber dass es diese Kinder wirklich gibt. Und jetzt erfahre ich auch noch, dass dieses Kind hier, Dru, eine Wisp sein soll. Mutter sagte damals:…