Beim Spaziergang am erdigen Strand hörst du schon aus der Ferne ein Flüstern im Takt einer tickenden Uhr. Je weiter du gehst, desto tiefer sinken deine Füße in den Boden, während die Sinne langsam schwinden. In vorauseilender Erwartung des lockeren Sandes nehmen deine Füße stattdessen eine glatte, unangenehm klebrige Beschaffenheit war.
In der Ferne entfaltet sich eine traumhafte Vision, in der die Logik der Realität höflich den Raum verlässt und dem Unterbewusstsein den Vortritt lässt. In der Mitte liegen verformte, weiche Taschenuhren, offensichtlich ihrer ursprünglichen Berufung müde geworden. Eine hängt schlaff an einem Ast eines verdorrten Olivenbaums, eine andere ergießt sich widerstandslos über den Rand eines zweidimensionalen Blocks, und eine dritte ruht auf einer seltsamen, blassen Form, die entfernt an ein menschliches Profil mit übertrieben langen Wimpern erinnert.
Ihre Augen sind dir zugewandt, als wollten sie dich anschreien, doch alles, was man wahrnimmt, ist der Duft verrinnender Zeit. Dezent, aber penetrant. Eine weitere Uhr, orange und die einzige mit halbwegs fester Struktur, ist von schwarzen Ameisen bedeckt, die Braun zu hören scheinen. Sie marschieren zielstrebig in Richtung weit entfernter, schroffer, goldener Küstenklippen, als hätten sie einen Termin.
Diese Klippen spiegeln sich in der stillen Wasseroberfläche unter einem blassen, ambitionslosen Himmel. Mit fotografischer Präzision taucht plötzlich eine Klippe direkt vor dir auf. Du gehst auf sie zu, doch mit jedem Schritt wird sie zugleich schärfer und unerreichbarer. Ein beeindruckender Trick.
Die Unwirklichkeit deiner eigenen Gedanken erzeugt eine Atmosphäre aus Angst und Geheimnis, die nach unreifen Pfirsichen schmeckt. Die Zeit vergeht wie geschmolzener Camembert, unaufhaltsam und leicht irritierend. Und du… du bist gefangen im Sphärenwirbel des Geistes.
Ein Sphärenwirbel Geist der Stufe 5

